Konzertkalender in+um Düsseldorf

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(11/12 2014)

Wie soll man am besten eine Einladung formulieren? Oder: Wer hat Angst vor Sonnenbrand?

Wie soll man am besten eine Einladung formulieren? Oder: Wer hat Angst vor Sonnenbrand?

 
Prof. Dr. Hartwig Frankenberg

Wie soll man eine Einladung formulieren, wenn man die Gäste kaum kennt? Soll man vom Heißen Büffet schwärmen, von der Schönheit der Natur oder der Frauen? Von der zu erwartenden Haus- oder Katzenmusik? Vom neuen, jungen Wein? Etwa von der neuen Küche? Oder von der vermeintlichen Berühmtheit einiger zu erwartender Gäste? Um Sonnenbrand bei den Fans zu vermeiden, lockten einst die alten Römer zu Wahlpartys unter freiem Himmel mit dem Spruch „Vela data“ - auf Deutsch: Genug Sonnenschirme vorhanden! „Nutzen stiften“ nennt man das in der heutigen Wirtschaftssprache. Heißt also „Einladen“ so viel wie Schwärmen und etwas Schönes oder Sinnvolles ausloben?

Bei meinen Bemühungen, Sie seit über einem Jahr mit diesem in Düsseldorf bisher einzigen Konzertkalender mit Schwerpunkt weltlicher und geistlicher Musik auf die interessanten und schönen Seiten der Klangwelt, tendenziell aller Veranstalter, aufmerksam zu machen, bemerkte ich bald die Verlockungen des Schwärmens: Das Editorial wurde immer länger und beanspruchte zunehmend Ihre Lesefreundlichkeit! Von jetzt an machen wir das anders: Fürs Editorial als kurze Begrüßung und allgemeine Einladung zu Genüssen und Ereignissen rund um die Musik in Stadt und Umgebung der nächsten beiden Monate soll nun eine einzige Druckseite genügen. Aber fürs Schwärmen im Detail finden Sie ab sofort die kleinen, subjektiven Expertisen zu einzelnen Veranstaltungen, gewissermaßen „Prozensionen“ - aber nicht wie bisher alle an einem Stück. Vielmehr sind sie exklusiv über die Perlenkette von rund 60 Tagen verstreut und den jeweiligen Terminen im Kalendarium zugeordnet. Das Interview in der Mitte des Heftes bleibt selbstverständlich erhalten - als Fels in der Brandung aller Zeiten, diesmal mit der Chorleiterin Justine Wanat.

Aus dem Moment einer kreativen Selbstschau heraus wollen wir Sie aber auch ermuntern, mit uns in Verbindung zu treten, wenn Sie erweiternde Vorschläge zu unserem Konzept haben, vielleicht in den Verteiler aufgenommen werden möchten, oder gar eine Anzeige schalten wollen. Wir leben nicht nur von Luft und Liebe!

Angesichts und „angehörs“ der vielen Konzerte im November und Dezember 2014 wünsche ich Ihnen viel Freude!

Herzliche Grüße –
Prof. Dr. Hartwig Frankenberg