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Stimmen zum Konzertkalender in+um Düsseldorf:

„Hartwig Frankenberg öffnet mit Feingefühl den Blick auf unterschiedliche Facetten der Musik – ein großes Privileg für bekannte und unbekannte Akteure!“

PD Dr. Monika Kritzmöller, CH-St. Gallen


Musik im Gespräch!
Interviewreihe in der Musikbibliothek

stadtbuecherei duesseldorf


Weitere Termine 2017 / 2018:

30.05.2017 Mark-Andreas Schlingensiepen
, Dirigent und Komponist

25.07.2017 Alexandra von der Weth
, Sopranistin und Stimmbildnerin

26.09.2017 Klaus Wallrath
, Kirchenmusiker und Komponist

28.11.2017 Prof. Thomas Gabrisch
, Dirigent und Hochschullehrer

30.01.2018 Manfred Hill
, Vorsitzender des Städtischen Musikvereins

Zeit: 20:00 Uhr

Ort: Zentralbibliothek / Musikbibliothek / Lesefenster
Bertha-von-Suttner-Platz 1, 40227 Düsseldorf

Der Eintritt ist frei!


Alexander Kalweit:
„Wenn man sich zuhört, ist vieles ganz einfach!“

Der Dirigent Alexander Kalweit wurde 1988 in Berlin geboren. Mit fünf begann er das Klavierspiel - weitere Instrumente wie Bratsche, Klarinette und Akkordeon folgten. Erste Grundlagen des Dirigierens erhielt er bei Alexander Gelovani im Berliner Künstlerhaus Bethanien. 2009 bis 2015 studierte Kalweit Orchesterdirigieren an der Robert-Schumann-Hochschule Düsseldorf. Im Rahmen seines Studiums dirigierte er 2013 die Opern „Rita“ (Donizetti) und „Le Comte Ory“ (Rossini). Außerdem assistierte er bei der Opernproduktion „Manon“ (Massenet) am Theater Krefeld/Mönchengladbach sowie seinem Lehrer Prof. Rüdiger Bohn zusammen mit den Duisburger Philharmonikern bei der Uraufführung der Oper „Iokaste“ (Stefan Heucke) im Rahmen der Ruhrfestspiele 2014.

Bild 1 Kallweit
Foto: Thomas Kalk

Alexander Kalweit und Hartwig Frankenberg
beim Gespräch in der Musikbibliothek

 

Bild 2 Kallweit
Foto: Thomas Kalk

Der Pianist Vasyl Humnytskyy präsentierte während des Interviews 
-  und zur Freude aller Anwesenden  -
mehrere von ihm selbst komponierte Klavierstücke!

Kalweit arbeitete als Dirigent mit der Neuen Philharmonie Westfalen, den Bergischen Symphonikern und der Rumänischen Staatsphilharmonie. Er war Meisterschüler von Maestro Gianluigi Gelmetti an der Accademia Musicale Chigiana in Siena, arbeitete am Mozarteum Salzburg mit Peter Gülke sowie mit Bernard Haitink in Luzern. Er dirigierte das Sofia Festival Orchester und die Lucerne Festival Strings. Aufgrund seiner besonderen Leistungen in Siena erhielt er 2013 den Akademie-Verdienstpreis sowie eine Einladung als Gastdirigent für Sinfoniekonzerte mit dem Orchestra Sinfonica di Sanremo. Zurzeit ist Alexander Kalweit 2. Musikoffizier und stellvertretender Leiter beim Luftwaffenmusikkorps Münster.

Vasyl Humnytskyy, Pianist, Komponist und Klavierpädagoge, kommt ursprünglich aus der Ukraine, studierte bei den Professoren R. Szidon und G.F. Schenck an der Robert-Schumann-Hochschule Düsseldorf und absolvierte Meisterkurse u.a. bei dem Hollywood-Filmkomponisten Conrad Pope. Bei Konzerten im In- und Ausland tritt er als Solist und als Kammermusiker in Erscheinung und befasst sich mit Songwriting sowie der Musikproduktion für den Medienbereich. Am 28. März übernahm er in der Musikbibliothek die musikalische Begleitung des Interview-Abends mit Alexander Kalweit und spielte Stücke wie Franz Liszts „Rigoletto-Paraphrase“ sowie „Hommage an Frederic Chopin“, „Vergiss nicht zu träumen“, „Erinnerung“, „Flight to the Mountain“ und „Morgensonne“ – wunderbare Werke, die er selbst komponiert hatte.


Das Interview: Musik im Gespräch

Michael Rische:
„Dialog mit dem Klavier…“


Michael Rische
300 Jahre Carl Philip Emmanuel Bach

Bild A Rische
Foto: A. Kluge / DCTP.TV


Michael Rische erhielt seine Ausbildung bei Max Martin Stein (Klavier) und Milko Kelemen (Komposition) an der Robert Schumann Hochschule Düsseldorf. Die Zusammenarbeit mit namhaften Dirigenten wie Sylvain Cambreling, Yuri Simonow, Grant Llewellyn, Michael Boder, Wayne Marshall und Orchestern wie der Staatskapelle Berlin, dem WDR Sinfonieorchester Köln, dem Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin, dem Orchestre National de Belgique, dem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin, den Bamberger Symphonikern und dem BBC Symphony Orchestra London hat ihm die Konzertsäle in Europa, Israel, den USA und China geöffnet.

Bild 1 Rische
Foto: Elmar Schwarze, Berlin

Bild 2 Rische
Foto: A. Kluge / DCTP.TV

Spätestens seit Entdeckung der Klavierkonzerte von Carl Philipp Emanuel Bach steht sein Name für Erneuerung – und das in doppelter Bedeutung: Zum einen für die Bereicherung des Musiklebens durch die Entdeckung unbekannter Meisterwerke, zum anderen für neue Konzepte der auf die Gegenwart bezogenen Interpretation (z.B. Kadenzen) der Standardliteratur. So hat Michael Rische mit der Aufspürung der Klavierkonzerte von Erwin Schulhoff und George Antheil der Musik der 1920er Jahre, in der sich Klassik und Jazz begegnen, wieder zu ihrem Recht verholfen. Michael Rische lehrt als Professor an den Musikhochschulen in Köln und Leipzig. Drei Fernseh-Dokumentationen hat der große Filmregisseur Alexander Kluge seiner Arbeit gewidmet: Die Themen waren „George Antheil“, „Wahl der Kadenzen“ und “C.P.E. Bach“.


Irene Kurka:
„Stimme Solo ist wie Fliegen – und bietet mir die größte Intensität beim Singen!"


Irene Kurka singt:
Salomé-Extrakte von Christina C. Messner


Irene Kurka singt:
O Virtus Sapientiae von Hildegard von Bingen


Irene Kurka kam in Darmstadt zur Welt und wuchs in der Nähe von Nürnberg auf. Sie erhielt ihre Gesangsausbildung an der Musikhochschule München, in den USA und Kanada. Die vielseitige Sopranistin wurde mit Stipendien und Preisen ausgezeichnet. 2014 erhielt sie den Förderpreis der Landeshauptstadt Düsseldorf.

Bild 1 Kurka
Foto: Hartmut S. Bühler

Bild 2 Kurka
Foto: Hartmut S. Bühler

Irene Kurka singt die Sopranpartien der großen barocken Oratorien und Passionen, ist aber auch in der zeitgenössischen Musik eine sehr gefragte Sängerin. Zahlreiche Komponisten (Moritz Eggert, Michael Denhoff, Brigitta Muntendorf, Antoine Beuger u. a.) schreiben für sie und widmen ihr Werke, nicht zuletzt für CD- und Rundfunkaufnahmen. Mittlerweile hat sie über 170 Uraufführungen gesungen. Seit 2009 beschäftigt sich Irene Kurka intensiv mit dem Repertoire für Stimme Solo (Hildegard von Bingen, Luigi Nono, Luciano Berio, John Cage, Carola Bauckholt u. a.). Aus einer Koproduktion mit dem Label Wandelweiser und dem Bayerischen Rundfunk veröffentlichte sie 2012 eine CD mit Liedern von Hildegard von Bingen und John Cage, 2015 folgte die CD „Beten“ für Stimme Solo. (www.irenekurka.de) Für das musikalische Rahmenprogramm am 29. November präsentierte Irene Kurka aus ihrem Repertoire Stimme Solo mehrere Gesangbeispiele folgender Komponisten: Hildegard von Bingen, Gerhard Stäbler, Antoine Beuger, Charlotte Seither, Georges Aperghis, Carola Bauckholt. Während des Interviews hat sie diese Gesänge kommentiert (s.u.).